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Chronische myeloische Leukämie

Die chronische myeloische Leukämie (CML) ist eine Form der Leukämie. Bei diesen, im Volksmund auch als „Blutkrebs“ bezeichneten Krankheiten handelt es sich um bösartige Veränderungen der weißen Blutkörperchen (Leukozyten)
aktualisiert am 15.09.2014

Das Blut setzt sich neben flüssigen Bestandteilen aus den Blutkörperchen zusammen

iStock/jakbchuk

Was ist eine chronische myeloische Leukämie (CML)?

Die CML ist eine Krebsart, die die weißen Blutzellen (Leukozyten) betrifft. Vorstufen der weißen Blutkörperchen teilen sich unkontrolliert. Unbehandelt geht die zunächst langsam verlaufende Erkrankung ("chronische Phase") nach einigen Jahren in eine rascher verlaufende Form über ("Akzelerationsphase"). An diese Phase schließt sich zuletzt eine "Blastenkrise" an, die einer akuten myeloischen Leukämie gleicht.

Das Blut besteht aus einer flüssigen Phase sowie festen Bestandteilen, den Blutkörperchen. Zu den Blutkörperchen zählen die Erythrozyten (rote Blutkörperchen), die Leukozyten (weiße Blutkörperchen) und die Thrombozyten (Blutplättchen). Die Leukozyten lassen sich wiederum unterscheiden in Lymphozyten, Granulozyten und Monozyten. Aufgabe der Granulozyten und Monozyten ist es, Erreger und Zelltrümmer in sich aufzunehmen und sie auf diese Weise zu zerstören (Phagozytose). Von den Lymphozyten gibt es zwei verschiedene Formen: Die T-Lymphozyten und B-Lymphozyten. Beide spielen eine wichtige Rolle bei der Immunabwehr. Gebildet werden die Blutkörperchen aus Stammzellen, die sich im Knochenmark befinden.

Bei einer chronischen myeloischen Leukämie bilden sich die Krebszellen aus unreifen Vorläuferzellen von Blutzellen, den sogenannten hämatopoetischen Stammzellen. Vorwiegend ist die Ausreifung der weißen Blutzellen gestört, aber auch die Entwicklung der Blutplättchen ist betroffen. Die entarteten Zellen (Leukämiezellen) teilen sich darüberhinaus unkontrolliert: Es kommt zu einer starken Vermehrung weißer Blutkörperchen der verschiedenen Ausreifungsstufen im Knochenmark und im Blut. Auch die Zahl der Blutplättchen ist zu Beginn der Erkrankung häufig erhöht (Thrombozytose).

Im Verlauf der Erkrankung verdrängen die Leukämiezellen die gesunden Blutzellen. Es kommt zu einem Mangel an Blutplättchen sowie roten und funktionsfähigen weißen Blutkörperchen. Die Leukämiezellen treten aus dem Knochenmark in das Blut über. Schreitet die CML fort, können die entarteten Zellen auch in andere Organe wie Milz, Leber und Hirnhaut einwandern.

Da die Krebsart anfangs langsam verläuft, verspüren Patienten oft lange keine Symptome. Häufig wird die Erkrankung zufällig durch eine Blutuntersuchung entdeckt. Später können Beschwerden wie Abgeschlagenheit, Gewichtsabnahme oder mangelnder Appetit auftreten. Zudem ist die Milz angeschwollen. Zur Diagnose kommen eine Blut- und eine Knochenmarksuntersuchung zum Einsatz.

An einer chronischen myeloischen Leukämie erkranken im Durchschnitt ein bis zwei Menschen pro 100.000 Einwohner im Jahr. Das typische Erkrankungsalter liegt zwischen 50 und 60 Jahren. Die Therapie beginnt meist mit einem speziellen Medikament, einem sogenannten Tyrosinkinase-Hemmer.

Wichtiger Hinweis:
Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und darf nicht zur Selbstdiagnose oder –behandlung verwendet werden. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Die Beantwortung individueller Fragen durch unsere Experten ist leider nicht möglich.


Bildnachweis: iStock/jakbchuk
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